Archiv der Kategorie: Amerikafahrt

Zwischenraum

Der elfte Tag, 11. August 1991

Ich versuche zu schreiben. New York drängt sich auf, ein großer Buchensamen schwebt zwischen die Blätter. Schatten arbeiten sich über geriffelte Holzplanken voran, von strahlendem Weiß getrieben. Matte Struktur und blendende Horizontale. Schnappe die Kamera, gehe zum Nachbarhaus. Suche den gerechten Ausschnitt zwischen Dach und Fenster. Messe das Licht und schätze die notwendige Korrektur. Ein Mädchen in meinem Alter stürzt aus dem Haus. Was ich mache. Wer mir das erlaubt hat. Was ich will. Ich soll sofort weggehen. Später sitzt sie auf der Holztreppe zur Veranda und telefoniert kabellos. Ab und zu blickt sie zu uns, eher unbestimmt, denn die Sonne blendet.

Koeppen

Der zehnte Tag, 10. August 1991

Das Autoradio läßt sich nur auf orchestrierte Evergreens und deutsche Klassik einstellen. Cape Cod gibt sich gediegen. Einen Weg zu einem anderen Strandabschnitt gesucht. Willkürlich biegen wir vom Highway in eine Seitenstraße ein. Nach einigen hundert Metern geht es nur noch auf einem schmalen einspurigen Feldweg über befestigtes Sumpfgebiet weiter:

Eine schmale Holzbohlenbrücke hoch, oben angehalten und auf einer Seite ausgestiegen. Dunkles Wasser zieht sich leicht gekräuselt in die Bucht hinein. Lange, schmale Grasbüschel polstern ihre Arme aus. Langsam wieder hinunter gefahren. Der Blick geht weit über Grasland und blaubraun durchsichtiges Wasser. Auf einigen Sanddünen liegen Strandvillen, von Pinien und kleinwüchsigen Kiefern versteckt. Wurzelbefestigte Pisten führen im Irrwald von Haus zu Haus. „Koeppen“ heißt es auf einem Schild. Der Koeppen meines Buches? Nach einigen langsamen Metern wird es flacher. Eine Kurve eröffnet den Blick auf unberührten Muschelstrand.

Am nächsten Tag machen wir bei Koeppen kurz halt. Es ist mir zwar peinlich, doch möchte ich mich vergewissern. Eigentlich eine Zumutung Will ich ihm etwa sagen, wie sehr mir seine „Amerikafahrt“ gefällt? Daß es das einzige Buch ist, das ich auf der Fahrt dabei habe? Daß seine Fahrt zwar schon mehrere Jahrzehnte her ist, doch seine Beobachtungen noch immer anzutreffen sind? Daß mir seine Sprache gut gefällt, doch daß ich das „Persönliche“ etwas vermisse, es etwas zu journalistisch finde? Wohl kaum der richtige Ort, um ein solches Gespräch zu führen. Doch vielleicht freut er sich? Wäre sicherlich auch eine Úberraschung für ihn. Wie das Gespräch anfangen? – Herr Koeppen, ihr Buch hat mich hierher geführt. Ich habe es mitgenommen, weil jemand anderes ihr erstes Werk auf seine Amerikareise mitgenommen hat. Und da der Titel dieses Buches mich mit diesem Menschen verbindet, habe ich einen anderen Titel gewählt, damit er mich mit meiner, aber auch seiner Reise verbindet. Andere Erinnerungsstücke wären zu direkt, zu vergeblich. – Sicherlich würde ich das nicht sagen, ob so umständlich oder einfacher. Eher würde ich eine glaubwürdigere, aber falsche Entschuldigung stammeln. Ich mache mir Vorwürfe, finde mich naiv und aufdringlich. Dennoch finde ich wieder den richtigen Weg. Kaum haben wir herzklopfend vor dem Haus angehalten, kommt Frau Koeppen uns im Bikini entgegen. Zwei Kinder halten sich mißtrauisch im Hintergrund. – Ob sie mir helfen könne. – Wir sind auf der Durchfahrt – ausgerechnetauf diesem holprigen Wurzelweg … – und haben ihren Namen auf dem Schild gesehen. Vielleicht kennt sie den deutschen Schriftsteller Wolfgang Koeppen? – Nein, den kenne sie nicht. Aber aus Deutschland komme ihre Familie schon. Allerdings hätten sie schon lange keinen Kontakt mehr miteinander. Es tue ihr leid, daß sie mir nicht weiterhelfen könne. Auf Wiedersehen. – Ich bin erleichtert, und beschämt.

Nachgeschmack

Der zehnte Tag, 10. August 1991

Muscheln in meiner Hand… Blaß rosafarbene Gehäusesplitter von herangespülten Krabben und Krebsen liegen zwischen schwarzem, halbtrokenem Seegras. Große, feste Nordatlantikmuscheln in großzügigen Mustern vor großen schwarzen Miesmuschelbänken. Sie glitzern freigelegt von der zurückweichenden Flut. Wie kleine Kieselsteine ragen die kleinen Muschelrücken aus dem Sand. Wie weit entfernte Walrücken tauchen sie aus dem windstillen Gewässer auf. Manches Schiff versank vor Cape Cod, sei es durch Sturm, sei es durch Seeräuberei. Henry David Thoureau wanderte tagelang an den Küsten des Capes entlang, untersuchte Pflanzen und angeschwemmte Bruchteile. Ausgelaugte Bohlen, angeschwemmte Glühbirnen, ausgefaserte Seile und lose Taue. Plastikkanister und grüne Flaschen. Edward Weston fand seine Frau von den Wellen bespült als wundersames Strandgut, von den Wettern ihm geschenkt. Auf Silberbrom fing er sie körnchengenau auf einer großen Platte ein. Ein wundersamer Fund unter gebleichten Wrackteilen und goldbraun scheinen den Chininstückchen.

Weil es so heftig regnet, wird auf eine Parkgebühr von acht Dollars verzichtet. Wir können uns einen Besuch auf der Orleans Beach leisten. Ein hölzerner Steg führt über sanfte Sanddünen zur See. Einige kommen uns entgegen, die Regenkappen tief über das Gesicht gezogen. Ein kleiner Junge mit seinem Flugdrachen. Eine Familie mit bunten sneakers. Auf dem Str and packen zwei zehnjährige Jungen ihre Surfbretter wieder ein. Für ein Foto holen sie ihre Bretter vom Dünenrand und stellen sich für mich noch einmal gemeinsam, die Bretter stolz und aufrecht in den Sand gedrückt, direkt vor den Wellen auf. – Gern gesche hen. You’re welcome. – Ein Coast-Guard steht mit seinem Jeep vor den Dünen und beobachtet das Meer. Ich laufe in den Bereich ohne Wachturmstelzen. Die Fußspuren kehren um, verschwinden im lockeren Sand. Kaum einer begegnet mir. Alles vernebelt, diesig. Salzige Gischt auf der Haut laufe ich barfuß durch den kalten, sanft nachgebenden Sand. Fotos unmöglich. Der Wind drückt die Jacke an den Körper und reißt die Ärmel mit sich. Rhythmisch heranrollende Wellen, die sich in den letzten Metern heftig und kompakt überschlagen, weiß aufschäumend den matten Sand aufätzen, weiße kleine Blasen hinterlassen. Die Wellen graben sich wütend in den Strand. Sie höhlen und brechen die Sandmassen aus dem Boden heraus. Eine Weile und dann stürzt eine hohe Welle heran. Verwischt vorwitzige Fußspuren, um wie prasselnder Regen zerschmetterte Muschelteilchen zu sich zu nehmen. Zerissene schwarze Meeresschlangen winden sich in Bündeln auf dem Boden und tauchen in der nächsten Welle kurz unter. Kleine, nasse dunkle Blätter verteilen sich. Am Dünenrand werden sie grauer und blasser. Leichter und verletzlicher vereinigen sie sich zu einem nassen schweren Polster. Von einer angefressenen Düne fallen zerbrechliche, von Wasser und Salz grau ausgelaugte Holzgatter herab. Vom Sand fast verschl ungen, richten sie sich wankend wieder auf, um erneut in einer unsicheren Drehung nach unten zu verschwinden. Ein Schlußakkord taucht auf, fächerartig in sich gekehrt spreizt er sein grausilbernes Gefieder. Zwei Holzplanken fallen erschöpft zu Boden, bedecken einander kaum am moosbesetzten Rand. Die äußersten Spitzen berühren knapp das gebogene Gras.

Den Sonnenuntergang wollen wir an der Forellenbeach einholen. Die Straße führt uns auf gewundenen Wegen zurück zur Hauptstraße und diese bis kurz vor Provincetown. Eine Savanne erstreckt sich östlich der Stadt und schimmert rosagolden im Abendlicht. Wir übertreten die Höchstgeschwindigkeit und erreichen die Sonne knapp über dem Wasser. Doch ist die Sonne über der anderen Inselspitze zu sehen, an der anderen Beach. Die Sturmwolken ziehen hinter den Feuerball und die Grillen erobern den dunkel werdenden Himmel, das Meer verschwindet hinter einem diesig dunklen Horizontstreifen. Ameisen transportieren die Verletzten des Tages ab. Zirpen untermalt den roten Lichtbogen.

Das Meer ist weit draußen. Ich laufe fast eine halbe Stunde hinaus, um etwas herumzuplanschen. Der Sand ist groß und körnig. Er rieselt durch die Zehen und setzt sich schwer auf den Fuß. Mit jeder Welle ziehen die Füße in den festen Untergrund. Schwere und unbezwingbare Burgen mit groben, runden und großen Zinnen, umgeben von grandiosen Wassergräben. Geheime Tunnel stürzen wieder ein und mögliche Rettungswege bleiben verschüttet. Vor dem Burgtor warten, auf kleine Stäbe gesteckt, geriffelte Muschelrundköpfe auf den Helden, der die rettende Flut in den Burggraben einläßt. In der flachen Spätnachmittagssonne glitzern die Muschelbänke dunkel über den wassergerippten Sandstreifen. Ein blaßblauer Himmel spannt sich über dem ruhigen Meer. Keine Erinnerungen an ausgespülte, abgetragene Uferböschungen. Ausgebleichte Holzgatter kreisen den Sand ein und halten die Dünen im Zaun. Die Zügel schon locker nachgebend, läßt der Sand sich in kleinen Hügeln durch den Draht auf den flachen Strand. Dann und wann versinkt der Stacheldraht im Untergrund und läßt kleine zackige Markierungen auf der Oberfläche zurück. Ein Pfosten taucht auf und weist auf die ruhige, doch leicht gekräuselte Wasserfläche vor sich. Dünnes, hellgrünes Silbergras schneidet in ungeschickte Finger und hinterläßt kreisförmige dünne Runen auf dem Sand. Der Wind biegt die Spitzen herab. Sie tanzen in farbigen Muschelkörnchen und glitzernden Quarzsplittern.

Es wird frisch und kühl. Wir packen zusammen, ziehen uns an. Die salzige Haut reibt etwas und die Haare lassen sich in steife Formen drücken. Wir fahren zur Strandsteppe und finden sie rot zwischen den sanft hinabgeneigten Kiefernästen. Vögel tönen von einem Baum zum anderen, die Kaskaden der Grillen setzen kurz aus. Unvermittelt beginnen sie nach einer Atempause ihr Reiben. Die Ameisen kämpfen sich sengend und brennend den verbarrikadierten Weg frei. Die Bisse brennen noch am nächsten Morgen.

Pfade

Der fünfte Tag, 5. August 1991

Wir begeben uns wieder zu dem Coffee-shop gleich unten an der Ecke, 17te Straße, dritte Avenue. Zwei Stunden halten wir uns auf. Home-fries und drei sunny-side-up-and-flipped. Coffee. Die home-fries schwimmen in Fett, an den Rändern sind sie schon etwas schwarz, doch die sunny-side-ups sind gut geflippt. Kein einziges ist aufgebrochen, das Eigelb noch intakt. Erst nach dem zweiten re-fill werde ich langsam wach. Schräg gegenüber uns der Tischnachbar von gestern. Auch das Pärchen am Fenster habe ich schon die letzten Tage hier gesehen. Die Wege kreuzen sich, jeder verfolgt seine Trampelpfade, weicht nur schrittweise ab. Die Reisenden begehen manche Seitenwege, die Einheimische nie betreten würden, weil die außerhalb ihres Plans liegen. Als wir in die Bronx wollten, nahmen wir die falsche Subway. Wir zählten die Stationen ab und stiegen, ohne es zu wissen, in Sugar Hill aus. Die Hautfarben waren mit der Höhe der Straßen immer dunkler geworden, die Blicke zunehmend auf uns gerichtet, verwunderte Blicke. Wir waren die Letzten, Weißen. Wir zählten die Straßen ab und suchten unser Museum, doch es waren nur Wohnhäuser zu sehen. Querstraßen gingen ab, die nicht auf dem Plan verzeichnet waren. Die Karte schien ein Redesign nötig zu haben, die Autoren des Reiseführers einen Leserbrief. Ein gütiger Gemischtarenhändler klärte uns auf: ihr seid in Harlem, Mam. Als wir dann aus Versehen weiter nach Norden fuhren und dem Ausgang in der 155sten Straße zustrebten, ließ uns der Mann im token-booth nicht weitergehen. You are wrong, totally wrong – mitten in Harlem. Der Weg zurück war unangenehm, denn jetzt wußten wir, daß wir von dem uns zugestandenen Pfad abgekommen waren und niemand für unsere Sicherheit garantieren mochte. Und das in einem Land, in dem jeder Schritt genau vorgeschrieben wird, damit alle dieselben Chancen erhalten, das Richtige zu tun.
Ein Gast hinter mir, eine durchdringende, gelangweilte männliche Stimme, hatte zwar den richtigen Weg, aber die falsche Zeit gewählt: „I expected him to come out. Yeah, at the apartment-house at Central Park. I’ve been waiting for hours and hours. But John Lennon didn’t come out. That pissed me off …“ Nach einer Weile: „Yah, he died this winter.“ – Selten vereinen sich Ort und Zeit aus unterschiedlichen Richtungen, ohne Absprache . Wie ein dèjá vu kam es mir deshalb vor, als ich das blonde, kurzhaarige Mädchen mit der modischen Indianerjacke aus dem Greyhound-Bus „New York-Washington D.C.“ in einer Straße in Chinatown S.F. sechs Wochen später wiedersah. Kein Zweifel. Sie hatte eine Zeichenmappe in der Hand und sprach mit einem Galeristen. In diesem Moment schrumpften acht Wochen Fahrt auf zwei Orte zusammen, auf einen weichgepolsterten Sitz im Bus und ein paar Meter chinesisches Land auf amerikanischem Boden. Der Kontinent wurde zu einem kleinen Dorf.
Im Coffee-shop in der Columbus Avenue entscheide mich wieder für home-fries, heute nur mit einem Ei. Doch dafür gibt es anstatt der toasts mit marmelade diesmal pancakes mit Ahornsirup. Und morgen Frühstück beim Chinesen.

Aussen vor

Der zweite Tag, 2. August 1991

Auf dem Weg zur Dusche an mehreren Zimmern vorbei, den engen Gang entlang. Eine leicht angelehnte Tür, leise Radiomusik. Bücherregale. Vielleicht steht sogar ein Fernseher drin. In den anderen Zimmern bleibt es still. Niemand kommt mir auf dem schmalen Gang entgegen. Die Dusche ist in einer Badewanne ohne Stöpsel. Am Morgen ist sie heiß bei hot und lauwarm bei cold und heiß bei hot und warm bei cold am Abend. Das Wasser riecht nach Chlor und kommt reichlich. Der Duschkopf läßt sich leider nicht bewegen und so bewege ich mich unter dem Duschkopf. Es ist schwül. In der Decke ist das kleine Dachfenster angekippt. Eine kleine Treppe führt nach oben. Die schwarze Teerpappe ist noch warm. Graffitis auf schwarzem Grund: Vienna 1991 mit eingekringeltem c plus Peter. Die Luft bewegt sich. Heute Morgen hier oben gefrühstückt. Inmitten vieler kleinerer und viel größerer Häuser. Das Brummen der Klimaanlagen hielt uns gleichmäßig stabil auf einer konstanten Höhe. Die langsam vorbeiziehenden weißen Wölkchen bestimmten den Kurs des Hotels auf der Insel. Acht Meter weiter unten die kleinen Dachgärten, kein Mensch zu sehen.

Dann und wann erklingt ein Windspiel.

Wohnzimmer und Schlafzimmer, Küchen und Treppenaufgänge erleuchten schräg gegenüber in rötlichen und grünlichen Farben. Ab und zu läuft ein Mann von einem Zimmer in das andere. Eine Frau geht auf ihn zu. Von einer unsichtbaren Wand wird sie aufgehalten. Sie setzt sich hin und greift neben sich nach etwas Kleinem auf einem Beitisch. Ein bläuliches Leuchten erhellt den Raum. Sie steht auf, sieht kurz aus dem Fenster und läßt einen weißen Stoffrolladen herunter. Hinter dem Haus erhebt sich ein etwas höheres Wohnhaus. Die meisten Fenster sind dunkel. Einige wenige sind hell erleuchtet. Möbel verstecken sich in dunklen Schatten. Eine kleine Yuccapalme stößt mit ihren Spitzen an den halb heruntergelassenen Rolladen. Hellgrüne, regelmäßige Muster zeichnet ein leeres Bürogebäude, leicht nach rechts versetzt. Alle Fenster sind erleuchtet. Keine Bewegung. Neben ihm, etwas weiter nach unten, ein Wohnhaus mit gelblichen Lichtflecken. Um einige Blocks nach hinten verschoben ein dunkles Bürohaus. Ein großes Werbeplakat verdeckt fünf Etagen. Wo sonst ein Panorama sich in der Horizontalen erstreckt, ist es hier die Vertikale, die den Blick bestimmt. Von fern erklingt eine Polizeisirene. Sie erinnert mich an Prag. In Prag hatte sie mich an amerikanische Krimiserien erinnert. Auf manchen Dächern stehen kleine, runde hölzerne Hütten. Einige auf Stelzen, andere auf etwas erhöhten Podesten. Je größer das Haus, desto mehr Hütten. Auf den neueren Häusern sind keine Hütten zu sehen. Stattdessen sind ein- bis dreistöckige würfelförmige Erhebungen unregelmäßig über das Dach verstreut. Meistens in der Nähe des Treppenaufgangs. Auch auf unserem Dach steht ein kleiner Würfel. Er steht in der Nähe unseres Badezimmers. Von ihm aus winden sich schmale und dicke, weiß und schwarz lackierte Rohre den Hotelgang entlang hinein in die Zimmer, um sich über dem Waschbecken in hot und cold zu verzweigen. Von dort aus ziehen sie sich nach unten, um im Boden zu verschwinden. Schräg unten leuchtet rot und blau unser Coffee-shop. Einige wenige sitzen am Fenster. Ein Mann liest Zeitung. Die Bedienung kommt. Er legt sie neben sich. Auf der Feuerleiter zurück in unser Zimmer. Die Luft ist hier um einiges wärmer. Die Fenster sind nach oben geschoben, die Vorhänge hängen matt nach unten, kein Windhauch dringt herein. Susanne liegt mit ihrer Schallplatte aus der Bronx auf dem Bett. Sie schläft.