Vom Ende der Anonymität

Christiane Schulzki-Haddouti (Hrsg.):
„Vom Ende der Anonymität“.
Die Globalisierung der Überwachung.“
2., aktualisierte Auflage
Heise Verlag 2000

„Das Buch ist ein Schocker.“
Zeit-Fragen
Leider ausverkauft, hier gibt es nur noch Gebrauchtes.
ISBN 3-88229-185-0
180 Seiten, Broschur
29.00 DM / 212 öS / 26.5 sFr

»Viele einzelne Informationen endlich gebündelt in einem Buch: Dazu mit der richtigen Herausgeberin, mit den richtigen Autorinnen und Autoren im richtigen Verlag. Spannung von Anfang bis Ende. Und besonders erschreckend: Alles ist Realität.«
padeluun

Inhalt

Nicht nur Telefone und Handys, sondern auch Videokameras, E-Mails, Internet-Logfiles, Satellitentelefone und Prepaid-Cards wollen Strafverfolger und Geheimdienste für Überwachung und Abhörmaßnahmen nutzen.Die Pläne werden von Expertengruppen hinter verschlossenen Türen diskutiert und in letzter Minute bekannt. Oft bleibt Journalisten deshalb nur ein atemloses Beschreiben der jüngsten Erkenntnisse.

Für dieses Telepolis-Buch liefern internationale Autoren und Bürgerrechtsaktivisten wie Nicky Hager, Duncan Campbell, Tony Geraghty, Wayne Madsen, Thomas Mathiesen, Erich Möchel, Ute Bernhardt und Ingo Ruhmann nicht nur Hintergründe und Fakten, sondern auch Antworten auf grundsätzliche Fragen:

Wie entwickelt sich die globale Überwachung seitens der Geheimdienste und Strafverfolger? Wie verändert sich die zivile Gesellschaft unter dem Eindruck neuer Technologien und Gesetze? Welche Zukunftstechniken werden in den Labors von Universitäten und Unternehmen entworfen? Und wie bringen Bürger mehr Transparenz in diese geheime Welt?

Im Sommer 2000 wurde Telepolis für seine Berichterstattung über Enfopol in London mit dem Europäischen Preis für Online-Journalismus der Medien-Konferenz »Net-Media 2000 « in der Kategorie »Investigative Reporting « ausgezeichnet.

Rezensionen

  • Interview
    Medienforum am Samstag, 17. März 2001, 17.05 Uhr
    Cybercrime – Echelon – Zensur
    Das freie Internet in den Fängen von Politik und Spionage
  • Leonardo, WDR 5, 26.1.2001
    Die Missbrauchsmöglichkeiten erscheinen dabei so konkret und bedrohlich, dass beim Lesen eine gewisse Angst nicht ausbleibt, Angst vor ohnmächtigem Ausgeliefertsein angesichts einer um sich greifenden Datensammelwut und Überwachungsmentalität. Ein erster Schritt zu einer Kontrolle der Datenjäger ist die Öffentlichkeit; das Buch stellt sie eindrucksvoll her.
  • „Sehr empfehlenswert“
    Sebastian, Datenschleuder des Chaos Computer Clubs
  • Vom Ende der Anonymität ist ein politisches Buch. Es sorgt für Transparenz, wo Regierungen ihren Bürgern sie betreffende wichtige Informationen zu ihren Aktivitäten vorenthalten und ohne ihr Wissen kontrollieren, Daten erheben und weitergeben. Dabei sind die Ausführungen teilweise äußerst spannend geschrieben und bei allem journalistisch korrekt aufbereitet. Beschrieben werden nicht nur die Fakten, sondern auch die Wege und Quellen der Informationsgewinnung. Die technischen Aspekte der Überwachungssysteme werden ebenso erläutert wie die hintergründigen Strukturen, in denen sie eingesetzt werden, die Bewertungen werden argumentativ gründlich ausgearbeitet, Konsequenzen durchdacht aufgezeigt. Diesem Buch ist ein möglichst großer Leserkreis zu wünschen, denn letztlich schützt nur der öffentliche Diskurs vor rechtsstaatlichem Fehlverhalten. Und Telepolis sei mit dem Schritt in die gedruckte Welt eine weitere Gratulation ausgesprochen!
    Oliver Busch, Amazon
  • Med-Online, 3/2001
    Die Aufsatzsammlung gewährt einen Einblick in die eingesetzten Verfahren und ihre Geschichte. Ausführlich legt sie die Implikationen für den Einzelnen und die Gesellschaft dar. Zudem wirft das Buch einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft, in der der Verlust der Privat-sphäre, wie wir sie kennen, droht. „Smart Dust“ – pollenkorngroße Abhörwanzen, die großflächig verteilt werden können – biometrische Kontrollen bei alltäglichen Vorgängen, Videoüberwachung des öffentlichen Raums inklusive der automatischen Erkennung von Gesichts- und Bewegungsmustern nach dem Motto „Verdächtig ist jeder“. Schöne neue Welt? „Vom Ende der Anonymität“ zeigt: Big Brother ist längst da – in Legionsstärke.
  • Der Weg in den totalitären Überwachungsstaat, Zeit-Fragen, 9.4.2001
    Das Buch ist ein Schocker.

Inhaltsverzeichnis

Bis auf den Abschnitt „Zukunftslabor“, der ältere Telepolis-Artikel für das Buch kürzte, wurden alle Artikel speziell für dieses Buch geschrieben. Danach wurden fast alle Beiträge nach und nach unter der selben oder einer ähnlichen Überschrift in Telepolis veröffentlicht:

Einführung

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (PDF-Datei)
Thomas Mathiesen: Die Globalisierung der Überwachung
Stefan Krempl: Europol ohne Grenzen (älterer Telepolis-Artikel, der für das Buch komplett überarbeitet und aktualisiert wurde)
Erich Moechel und Christiane Schulzki-Haddouti: Sieg auf Zeit gegen Enfopol [Telepolis-Special: Die Enfopol-Papiere]

II. Geheimdienste

Nicky Hager: Auf der Suche nach Echelon (Telepolis-Version)
Duncan Campbell: Inside Echelon
Erich Schmidt-Eenboom: Die Funkspionage aus Westdeutschland
Wayne Madsen: Operationen im Cyberspace (Telepolis-Version)

III. Zukunftslabor

James Flint: Smart Dust
Florian Rötzer: Man ist, wie man geht (Telepolis-Langversion)
Florian Rötzer: Der mobile Patient am Netz (Telepolis-Langversion)
Florian Rötzer: Verkleidung zwecklos (Telepolis-Langversion)
Florian Rötzer: Wer gut und böse ist (Telepolis-Langversion)
Florian Rötzer: Die Roboter kommen (Telepolis-Langversion)
Olivier Minkwitz: Das Auge im All (Telepolis-Langversion)

IV. Bedrohung für die Zivilgesellschaft

Tony Geraghty: Der irische Krieg – eine britische Krankheit
Detlef Nogala: Der Frosch im heißen Wasser
Florian Rötzer: Vom Ende der Anonymität

V. Ist Aufklärung möglich?

Nicky Hager: Echelon oder wie sich Information (nicht) verbreitet
Ute Bernhardt und Ingo Ruhmann: Überwachung der Überwacher

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *